Eindrücke vom Barcamp 2016

Eine kleine Umfrage am dritten Barcamp-Tag

von Anja Liedl

April 26, 2016

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Ein Kommentar

  1. barcamp:nachlese I

    Wo und wann ist der beste Moment um über ein Barcamp zu schreiben? Sofort, während der Session, wobei schreiben übertrieben ist. Zumeist werden Stichwörter auf Facebook oder Twitter abgesetzt. Die ganz Flotten schaffen es auf einem Tablett mitzuschreiben. Mein Eindruck ist, dass sich in diesem Fall das gute alte Notizheft am besten bewährt. Wie weit kann man überhaupt zuhören und mitschreiben zugleich? Das Zuhören ist ein eigener Bereich, schon im kleinen Kreis heißt es, du hörst mir nicht zu! Wie ist es erst mit der Kultur des Zuhörens, wenn jeder während der Session sein Handy und Tablett bedient. Andersherum wollen die meisten Anwesenden bei einer Session zu Wort kommen, da muss ich mich selber an der Nase nehmen. Wobei ich auch anderen gerne zuhöre. Bei der Zugfahrt nach Hause, von Graz nach Villach kommt mir der Verdacht, dass ich noch gerne bei vielen anderen Sitzungen teilgenommen hätte. Mein Schwerpunkt in Graz war das Blogcamp, dem ich treu geblieben bin. Gerne hätte ich auch bei anderen Themen zugehört. Junge Leute stehen einfach auf und stellen ihre neuen Unternehmensideen und Erkenntnisse in den Raum.

    Wir, sechzig plus, können uns oft schwer vorstellen, dass es ganz neue Ideen in der Wirtschaft und in der Kommunikation gibt, ganz anders als wir es kennen. Bestimmt treffen die jungen Menschen besser den Geschmack ihrer Generation, als wir dies könnten. Ich war über vierzig Jahre im Papierhandel, im Verkauf, tätig. Betrete ich heute in einer Stadt ein Papierfachgeschäft sehe ich, wie viel sich in der Gestaltung der Läden und in der Warenpräsentation in den letzten Jahren geändert hat. Auch beim Warenangebot, die klassischen Schreib- und Papierwaren findet man kaum noch an vorderster Stelle im Laden. Fast möchte ich meinen, das klassische Schreib-und Papierwarensortiment wird irgendwo im hinteren Teil des Geschäftes versteckt. Im Eingangsbereich gibt es zumeist Artikel die ohne jeden Nutzen sind, sogenannte Gagartikel. Versehen mit kreativen Sprüchen und Comics, auf Servietten, Blocks, Tassen, Dosen oder kleinen unnützen Beutel. Das Entscheidende ist das Design, kreativ und innovativ muss es aussehen. Beim Einkaufsverhalten der Jugend spielt vor allem das Aussehen, der nötige Pep, eine Rolle. Viele der Jungen träumen von einem eigenen Designerbüro oder Kreativstudio. Egal ob man dort Küchengeräte, Möbel, Mode oder Schreibutensilien entwirft.

    Zeitenwandel

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